Das Quäntchen Glück fehlte

Am Wochenende fand in der Hermann-Wielander-Halle in Bischofshofen die erste von zwei Bundesliga-Vorrunden statt. Angesagt waren 18 Herren- und 9 Frauen-Teams mit insgesamt 250 Judoka. Den Anfang machten am Samstag die Frauen und die 2. Männer-Bundesliga, am Sonntag folgte die 1. Männer-Bundesliga.

LZ Multikraft Wels ist Titelverteidiger, bei den Frauen Judoclub Wimpassing.

Viele Vereine, vor allem der 1. Bundesliga, die um den Titel mitkämpfen wollen, haben sich mit namhaften Ausländern verstärkt, Doppel-Olympiasieger Lukas Krpalek (CZE/+100/Galaxy), die Weltranglisten-Ersten Denis Vieru (MDA/-66, Galaxy) und Matthias Casse (BEL/-81, UJZ Mühlviertel), der Olympia- und WM-Dritte Krisztian Toth (HUN, -90, Judo Union Raika Flachgau, der 4-fache Grand-Slam-Sieger und WM-Dritte Marcus Nyman (SWE/-90, UJZ Mühlviertel) sowie Vize-Weltmeister Gusman Kyrgyzbayev (KAZ, -66, JU Raika Pinzgau).

Dagegen trat unser Ländle-Team nur mit vereinseigenen Kämpfern an, verstärkt mit zwei Osttirolern, die zwei Gewichtsklassen abdeckten. Das Team bei der Abwaage: -60 kg: Abdul Rachim Khastaev und Matteo Gruber, -66 kg: Manuel Wiesler und Fabian Bereuter, -73 kg: Sheikh Aliev und Patrik Kaufmann, -81 kg: Sandro Hölzler, Leon Nussbaumer und Simon Pastor, -90 kg: David Böhler, - 100 kg: Gabriel Bretschneider.

Schon einige Tage zuvor die Hiobsbotschaft für das Team, unser +100-Mann, Haanka, fällt mit einer Knieverletzung mehrere Wochen aus. So mussten wir nach oben “jonglieren“ und andere, leichtere Kämpfer, in höheren Gewichtsklassen starten lassen.

In der ersten Runde trafen wir auf Kirchham. Rachim Khastaev, -60 kg, Sandro Hölzer, -81 kg, und Gabriel Bretschneider, +100 kg, holten drei Siege, während die anderen Judokas, Manuel Wiesler, -66 kg, Patrik Kaufmann, -73 kg, Leon Nussbaumer, -90 kg, und David Böhler, -100 kg, ihre Kämpfe knapp verloren. Mit etwas Glück wäre auch ein Sieg möglich gewesen.

In der zweiten Runde trafen wir auf Samurei Wien, die keine Geringeren als Atila Ungvari, Grandslamsieger und Europameister, für dieses Turnier verpflichtet hatten. Ihr Ziel war klar, Aufstieg in die 1. Bundesliga. So stellten wir unser Team - in Erwartung der starken Wiener - um, -73 kg Sheikh Aliev, - 90 kg Simon Pastor, -100 kg Leon Nussbaumer. Einzig Leon konnte seinen Kampf gewinnen, denn die Wiener waren wie erwartet zu stark. So musste Sandro z. B. gegen Ungvari antreten, der mit Sandro aber seine liebe Mühe hatte, dennoch Endstand 6 : 1 für die Samurei Vienna.

In der dritten Runde trafen wir auf Graz. Auch diese Runde endete leider wieder knapp, 4 : 3 für Graz, wobei ein Kampfrichterfehler bei Sandros Kampf (der Kampfrichter unterbrach den Kampf, obwohl Sandro seinen Gegner im Würgegriff hatte) den Sieg kostete. Rachim Khastaev, - 60 kg, Manuel Wiesler, -66 kg, und Gabriel Bretschneider holten die drei Punkte, während Sheikh Aliev, -73 kg,  Sandro Hölzler, -81kg, Leon Nussbaumer, -90  kg, und David Böhler, -100 kg, ihren Gegnern unterlagen.

Die letzte Runde wurde gegen PSV Salzburg ausgetragen, auch dieses Mal wurde das Team erneuert. -66 kg kämpfte Fabian Bereuter, - 90 kg Leon Nussbaumer, - 100 kg Gabriel Bretschneider, + 100 kg David Böhler. Aber schon im ersten Kampf merkte man, dass „die Luft nach 10 Stunden in der Halle“ draußen war. Von diesen 7 Kämpfen konnten nur Leon Nussbaumer und David Böhler gewinnen, 5 : 2 für Salzburg.

 

Somit konnten sich die Judokas von Samurei Wien an die Tabellenspitze setzen, sie gewannen alle ihre Begegnungen, gefolgt von Bischofshofen, PSV Salzburg und Burgkirchen/Gschwand. Unser Team zeigte ansprechende Leistungen, mit etwas Glück wäre mehr möglich gewesen. Jeweils zwei Siege holten Abdul Rachim, Leon Nussbaumer und Gabriel Bretschneider, ein Sieg gelang Manuel Wieseler, Sandro Hölzler und David Böhler. Dennoch müssen wir uns derzeit mit dem letzten Rang in der Tabelle zufrieden geben, aber wir freuen uns bereits jetzt auf die 2. Runde Bundesliga im September in Leibnitz.